Die ersten Bilder hängen

Immer greifbarer werden die Ergebnisse des GreenTrashure Projekts, an welchem momentan Heranwachsende aus Lich mit Heranwachsenden aus Port Elizabeth, Südafrika arbeiten. Nach mittlerweile vierjähriger Zusammenarbeit zwischen der Licher Kinder- und Jugendhilfestiftung und dem Verein Masifunde Bildungsförderung, die unter dem Namen „Connecting Continents“ läuft (wir berichteten), ist das GreenTrashure Projekt die vierte Zusammenarbeit, die kurz vor einem erfolgreichen Abschluss steht.

Wie auch bei den vorangegangenen Projekten, steht auch diesmal wieder der interkulturelle Austausch über die verschiedenen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und Südafrika im Vordergrund. Waren die letzten Male Jugendkulturen oder Ernährung die Themen, geht es dieses Mal um Umweltthemen wie Re -und Upcycling, sowie Nachhaltigkeit und den Umgang mit den immer knapper werdenden Ressourcen dieser Erde.

Die großformatigen Bilder, die jüngst in der Stiftung aufgehängt wurden, waren eine der zu bewältigenden Aufgaben der Heranwachsenden. Die Teilnehmer sollten fotografisch einen Ausschnitt ihrer Lebenswelt festhalten und sich über diesen austauschen. Während die Licher sich für einen Teil der historischen Klostermauern des Klosters Arnsburg entschieden, sendeten die Südafrikaner ein Bild ihres konkreten Wohnumfeldes, die Häuser im Walmer Township, einem Stadtteil von Port Elizabeth. Anhand dieses Ausschnitts sollten die 6 bis 15jährigen mit Naturmaterialien und Müll möglichst detailgetreu die Impressionen des Anderen nachbilden. Neben dieser Collage-Aufgabe wurden weitere Aufgaben bearbeitet, die ab Herbst 2013 in einer Wanderausstellung zu sehen sind.

„Die Aufgaben sind für uns nur der Startpunkt für Kommunikation, um Völkerverständigung zu betreiben“, so Sindy Becker Projektverantwortliche aus Lich. Und ihr Kollege Jonas Kaletsch ergänzte, dass „so spielerisch Angst und Vorurteile vor Unbekanntem genommen werden können.“ Während des Projektes tauschten sich die Heranwachsenden per Skype, E-Mail und Videobotschaft regelmäßig über den Stand der Dinge aus und berichteten von ihren jeweiligen Erfahrungen. Weitere Blicke über den Tellerrand hinaus, sowie ein sensibleres Bewusstsein dafür, was mit der eigenen Umwelt und der am anderen Ende Welt passiert, sind Ziele dieses Projekts, so die Projektverantwortlichen abschließend.

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