In Europa spielt die Musik

Erstwähler und interessierte Jugendliche der Ev. Stiftung Arnsburg diskutierten am vergangenen Montag mit Matthias Körner, Kandidat für das europäische Parlament über den Sinn von Europa, die europäische Flüchtlingspolitik und die Teilhabe junger Menschen

Es ist fast schon eine Tradition der Ev. Stiftung Arnsburg im Vorfeld von Wahlen eine Gesprächsrunde zwischen Erstwählern und interessierten Jugendlichen und einem Kandidaten zu organisieren. Standen das letzte Mal Kandidaten des Bundes- und Landtags im Kreuzverhör der jugendlichen Fragen wurden dieses Mal die Europa-Politik, das Wahlprogramm der SPD sowie die politischen Inhalte von Matthias Körner, evtl. angehender Europaabgeordneter, ins Blickfeld der Jugendlichen gerückt.

Nicht überraschend war, dass die Jugendlichen als eine der ersten Fragen wissen wollten, was ihnen Europa denn bringe. Körner antwortete damit, dass die europäische Gemeinschaft ein wichtiger Beitrag für einen friedlichen Kontinent sei, auf dem noch vor 60 Jahren ein Weltkrieg viele Tote brachte und vor 20 Jahren noch ein Völkerkrieg im Kosovo herrschte. Es ist ein toller Erfolg, dass Demokratien Diktaturen abgelöst haben. Den EU-Beitritt der Türkei beurteilte er positiv, obwohl noch viele Schritte zu gehen seien. Ähnlich wie die Vorsitzende der Kinder- und Jugendvertretung der Ev. Stiftung Arnsburg, Tanja Diehl, beurteilte er die Flüchtlingspolitik als verbesserungswürdig.

Neben den konkreten politischen Fragen musste Körner auch Fragen zum Wahlrecht und zu den Organen der europäischen Gemeinschaft beantworten. „Brüssel ist für viele Jugendliche weit weg, obwohl dort die Musik spielt“, so Frank Lehner aus der Leitung der Stiftung nach der Veranstaltung. „Gerade deshalb sei es wichtig, Jugendliche und junge Erwachsene zu ermuntern, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, wenn ganz Europa am 25.05.2014 an die Wahlurnen gerufen wird“, so die pädagogische Fachkraft Christian Fröhlich ergänzend. 

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