Der feste Anker im Tagesablauf - Tagesgruppen Lich und Hungen

In unseren beiden Tagesgruppenangeboten in Lich und Hungen werden insgesamt 20 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren von Schulschluss bis 17 Uhr betreut. Der Gruppentag beginnt mit einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem die Kinder unterstützend zur Hilfe gehen. Im Anschluss zählen das Hausaufgaben machen und Lernen zum festen Programmbestandteil. Die anschließende freie Zeit wird gemeinsam sowohl kreativ, bildend, spielerisch als auch sportlich verbracht. Der Umgang mit Geld, Verkehrserziehung und das Erlernen demokratischer „Spielregeln“ - sind nur einige Themen, die in unseren Tagesgruppen besprochen und eingeübt werden. Die Förderung des Sozialverhaltens wird durch das Verabreden und Einüben von Umgangs- und Gruppenregeln, Lernen am Modell und Reflexion trainiert. Positives Verhalten wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ressourcenorientiert rückgemeldet und verstärkt. In den Ferien wird ein Ferieprogramm mit mehrtägigen Freizeiten und Tagesausflügen angeboten.

Intensive Elternarbeit als notwendige Unterstützung

Die Arbeit mit den Kindern wird durch intensive Elternarbeit, welche die Erziehungsberechtigten bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützt, ergänzt. Die Eltern haben so schon während des Hilfeprozesses die Möglichkeit, sich mit pädagogischer Unterstützung der Fachkräfte im Umgang mit ihren Kindern zu erproben, neue Handlungs- und Konfliktlösungsmuster kennen zu lernen und diese anzuwenden. Weitere ambulante Hilfeangebote, können, sofern dies mit dem Jugendamt und den Familien vereinbart wurde, zusätzlich eingerichtet werden.

 

Flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen

Für uns gilt: Soviel Eigenständigkeit wie nötig, so wenig Unterstützung wie möglich. Daher haben wir ein flexibles Betreuungskonzept für die Tagesgruppen entwickelt. Wer viel Unterstützung benötigt, findet diese genauso, wie jemand der wenig benötigt. Die Tagesgruppe Hungen öffnet an drei Tagen die Woche ihre Türen, in der Tagesgruppe Lich stehen acht 5-Tage-, zwei 3-Tage-Plätze und zwei 2-Tage-Plätze für die Kinder zur Verfügung. Die Betreuungsintensität wird in Absprache mit den beteiligten Jugendämtern, den sozialpädagogischen Fachkräften und den Erziehungsberechtigten ermittelt. Grundsätzlich soll bei den Kindern mit einem 5-tägigen Besuch das Familiensystem so gestärkt werden, dass sie in absehbarer Zukunft eine weniger intensive Hilfeform (3- oder 2-tägigen Besuch) in Anspruch nehmen können.